Immer noch hält sich der verbreitete Irrglaube, dass sich Kopfläuse überwiegend bei Menschen übertragen würden, die in schlechten hygienischen Zuständen leben. Es ist zwar zu beobachten, dass hier häufiger Kopfläuse vorkommen, die Verbreitung der kleinen Tiere geschieht aber ebenso häufig bei Menschen, die in hygienischen Verhältnissen leben und sich täglich die Haare waschen. Besonders leicht werden die Kopfläuse verbreitet, wenn ein direkter Kontakt hergestellt wird. Das heißt, wenn Menschen die “Köpfe zusammenstecken” oder sich umarmen, kuscheln und schmusen, so werden die Tiere leicht übertragen.

Sie können weder springen noch fliegen, sondern krabbeln einfach von Haar zu Haar. Daher sind besonders kleine Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter von den Kopfläusen betroffen, wenn sie nämlich miteinander tuscheln und eben, wie gesagt, die “Köpfe zusammenstecken”.

Bemerkbar macht sich der Befall mit Kopfläusen durch ein Jucken und durch entzündete Stellen auf der Kopfhaut, die durch ständiges Kratzen und damit dem Einbringen von Bakterien in die winzigen Wunden, die die Läuse beim Stechen hinterlassen haben, entstehen. Die Läuse selbst sind kaum zu sehen, eher noch können die Nissen, ihre Eier, wahrgenommen werden.

Einfaches Waschen der Haare genügt nicht, um die Kopfläuse wieder loszuwerden. Es gibt aber in der Apotheke spezielle Shampoos, die regelmäßig angewendet werden müssen, damit die Behandlung von Erfolg gekrönt ist. Zusätzlich empfiehlt sich das tägliche Auskämmen mit einem Nissenkamm, der die Nissen entfernen soll. Diese Behandlung muss mindestens über acht Tage konsequent durchgeführt werden. Kopfläuse ernähren sich von menschlichem Blut, Haustiere sind also keine Wirte und auch keine Überträger für die Parasiten. Die Läuse überleben auch nur zwei bis drei Tage ohne Nahrung und trocknen dann zusammen. Somit ist eine Ansteckung über Kopfkissen eher unwahrscheinlich, wenn nicht gerade in der letzten Nacht jemand, der von Kopfläusen befallen war, darauf gelegen hat.

Kämme, Bürsten und auch Hüte und andere Kopfbedeckungen (unter anderem Fahrradhelme) können aber als Überträger für die Kopfläuse in Frage kommen und sollten daher im Zuge der Behandlung einer Reinigung unterzogen werden.

Ganz sicher ist übrigens das Scheren des Kopfhaares, doch diese Methode wird häufig schon aus ästhetischen Gründen abgelehnt. Für Kinder sollte sie gar nicht in Frage kommen, da sie viel leichter deshalb gehänselt werden.