11 Aug
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Unter Migräne leiden in Deutschland schätzungsweise 18% der Frauen, 6% der Männer und ca. 12% der Kinder im Schulalter.
Was ist Migräne?
Die Migräne gilt als neurologische Erkrankung, welche mit vielschichtigen Symptomen einhergehen kann, und sich bei Erwachsenen eher auf einer Seite des Schädels bemerkbar macht, bei Kindern dagegen oft ganzseitig auftritt.
Welche Symptome treten während einem Migräneanfall auf?
Zu den begleitenden Symptomen der extremen Kopfschmerzen gehören die Übelkeit, das Erbrechen, eine hohe Licht-, Geruchs- und Geräuschempfindlichkeit, sowie, zumeist bevor ein Migräneanfall beginnt, sensible oder optische Wahrnehmungsstörungen.
Gibt es Sonderformen der Migräne?
Ja. Eine Sonderform heißt basilare Migräne, und unterscheidet sich unter anderem dadurch, dass keine Kopfschmerzen auftreten, dagegen jedoch Sprechstörungen, das Sehen von Doppelbildern, ein unsicherer Gang, Sehstörungen auf beiden Augen, Schwindelgefühle und eine Beeinträchtigung des Bewusstseins. In seltenen Fällen kann es zu einer Bewegungsunfähigkeit kommen ( locked-in-Syndrom), welche zwischen 2 und 30 Minuten anhalten kann.
Welche weitere Migränevarianten gibt es?
Unterschieden wird zwischen einem Migräneanfall mit einer Aura, was heißt, dass neurologische Störungen im Bereich des Sehvermögens, der Sprache und des Fühlens, wie etwa Gefühlsstörungen in einer Gesichtshälfte (in sehr ausgeprägten Formen auch kurzzeitige Lähmungen), ein bis zwei Tage vor Beginn der Migräne auftreten.
Bei der Migräne ohne so genannte Aura treten dagegen kurz vor dem Migräneanfalle eine innere Unruhe, Zustände einer Erregung oder auch Stimmungsveränderungen auf. Beim Einsetzen der Schmerzen folgen dann fast zeitgleich die Symptome der Übelkeit, Erbrechen und die Empfindlichkeit gegen Lärm, Licht und unterschiedliche Gerüche.
Wie entsteht ein Migräneleiden?
Die Aufklärung der genauen Ursachen sind noch nicht geklärt. Eine der Entstehungsmöglichkeiten können in einer familiär bedingten Genstörung sein, und somit über Generationen vererbt sein. Eine weitere Ursache kann auf einer falschen Ernährung oder verschiedene Allergien sein. Auch die jeweilige Lebensführung und viele Umweltbedingungen können für die Migräne zum auslösenden Faktor werden.
Welche Auslöser gibt es für einen Migräneanfall?
Bei Frauen tritt oftmals die Migräne im Zusammenhang mit der Menstruation auf. Generell können ständiger Stress, ein permanenter Schlafmangel und ein unregelmäßiger Biorhythmus, wie er zumeist durch Schichtarbeiten auftritt, zu den Auslösern gehören. Weiterhin gelten Wetterumschwünge, über den Tag stark angespannte Nacken-, Hals- und Schultermuskeln, der Verzehr von glutamathaltigen Lebensmittel oder auch einige Inhaltsstoffe von Speiseeis zu den Migränefördernden Faktoren.
Welche Maßnahmen können zur Therapie angewendet werden?
Für einen akuten Migräneanfall können verschiedene Medikamente eingesetzt werde, wie zum Beispiel Ibuprofen, Paracetamol oder auch Medikamente mit dem Inhaltsstoff Acetylsalicylsäure. Diese Mittel helfen recht gut bei einem leichten oder mittleren Migräneanfall. Spezifische Migränemittel gehören zu den so genannten Analgetika, wie etwa Triptane, Phenazon, Naproxen oder auch Mutterkornalkaloide. Diese Medikamente und Wirkstoffe sind in eher schweren Migränefällen hilfreich.
Was kann man zusätzlich gegen Migräne tun?
Pfefferminzeinreibungen auf der Stirn, Ruhen in einem ruhigen und abgedunkeltem Raum, Autogenes Training oder auch eine Aromatherapie können im Bereich der nichtmedikamentösen Therapie unterstützend durchgeführt werden.
Welche Prävention kann der Migränepatient unternehmen?
Die Akupunktur gehört zu den Maßnahmen die oft von Erfolg begleitet sind, wenn es um die Prophylaxe geht. Wichtig sind auch eine ruhige und regelmäßige Lebensführung mit einer glutamatfreien Ernährung, die Einschränkung oder der Verzicht von Alkohol und Koffein, entspannende Aktivitäten durch Autogenes Training oder Yoga, sowie eine regelmäßige leichte Ausdauersportart.
Medikamentös können zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Betablocker, Magnesium oder auch Pestwurz und Mutterkraut eingenommen werden.
Kann man eine Migräne heilen?
Bisher gibt es noch keine 100%ige wirksame Mittel, um eine Migräne vollständig zu heilen. Allerdings gewinnen viele Leidende durch eine konstante Prävention eine lebenslange Beschwerdefreiheit.
3 Kommentare
Mark
Dezember 14th, 2008 um 19:44
1Meine Cousine litt jahrelang unter heftigen Migräne-Anfällen. Von einem Arzt zum nächsten, alle möglichen Pillen ausprobiert, Homöopathie, etc.
Eines Tages klangen die Anfälle ab und heute ist sie fast völlig “geheilt”. Niemand weiß warum. Unser Körper ist einfach ein Rätsel.
Mark
Silke
März 24th, 2009 um 09:50
2Hmm bestimmt eine interessante Geschichte ist das, Mark, aber ich bin ganz sicher – es gibt eine Antwort, obwohl unser Körper ein echtes Rätsel ist.
cornelia
Januar 26th, 2012 um 11:01
3hallo mark,
meine mutter hatte auch jahrelang schlimme migräne und eine scheinbare “wunderheilung” von einem tag auf den anderen,aber sie hatte eine bahandlung um ihren atlas wirbel (das ist der oberste der den kopf trägt) in die richtige position bringen zu lassen.seither geht es ihr total gut. atnlantotec hiess das glaub ich.kann nochmal bei badarf nachfragen.
liebe grüsse
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