Gerade in der Sommerzeit, aber auch in den Herbstmonaten und im wärmeren Frühling sind Zecken wieder aktuelle Gefahren für Mensch und Tier.
Zecken, auch Holzbock genannt, sind Parasiten, welche sich vom Blut ihrer Wirtstiere ernähren, wachsen und den Wirt verlassen. Sie brauchen die Reserven auf, vermehren sich in der Natur durch eine massive Eiablage und heften sich wieder einem neuen Wirt an. Zecken spüren durch ihre gute sensorische Wahrnehmung an den Fühlern einen Wärmekontakt und heften sich durch ihre spezielle Anatomie überwiegend an den feinen Haaren an den unteren Extremitäten der Menschen an. Von dort aus suchen sie warme und weiche Körperstellen. Durch spezielle Beißwerkzeuge und einen Saugrüssel bohren sie sich durch die oberen Hautschichte in gut durchblutetes Gewebe. An dieser Stelle saugen sie das Blut. Dabei nehmen männliche und weibliche Zecken gleichermaßen Blut auf.
Der Aufenthaltsort der Zecken ist überwiegend Gras, Bäume, Sträucher oder Unterholz. Die Zecke bevorzugt alle Säugetiere, wie Katzen, Igel, Mäuse, Kühe oder Hunde.
Aufgrund der sehr geringen Größe sind Zecken nur sehr schlecht wahrnehmbar. Meist fallen sie erst dann auf, wenn an der betroffenen Körperregion mäßige Schmerzen auftreten und bei genauem Betrachten und durch zunehmende Größe die Zecke erst sichtbar wird. Meist sitzt sie aber dann schon in der Haut fest und nimmt durch spezielle biochemische Vorgänge, entsprechendes Speichelsekret und das Abgeben gerinnungshemmender Substanzen das Blut auf.
Dieser Ernährungsvorgang dauert in der Regel ein bis mehrere Tage. Ist die Zecke vollgesogen und etwa so groß wie der Fingernagel des kleinen Fingers, dann fällt sie einfach ab.
Die besondere Bedeutung der Zecken in Bezug auf den Menschen liegt in der Übertragung von Krankheitserregern für die Krankheit Borreliose, Meningoenzephalitis und Rickettsiose. Die Zecke gilt somit als gefährlicher Überträger von Krankheiten.
Die Borreliose spielt eine zentrale Rolle. Nach Entfernung der Zecke, welches eine besondere Prozedur darstellt, sollte zur Frühdiagnostik der Borreliose genau die Einstichstelle oder der Bißherd der Zecke beobachtet werden. Treten massive Rötungen, Schwellungen, Erhitzung oder Juckreiz auf, dann ist das Aufsuchen eines Arztes unbedingt anzuraten.
Die Übertragung der Erreger für die genannten Erkrankungen erfolgt insbesondere beim Vorgang der Zeckenentfernung selbst. Hierbei sondert die Zecke bei unsachgemäßem Herausreißen vermehrt Speichel mit Erregern ab, welcher über den Bißkanal in den Organismus eindringt. Eine zügige, möglichst sachgerechte Zeckenentfernung aus der Haut ist die beste Vorbeugung neben einem Impfschutz gegen Borreliose.
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